Die Blutegeltherapie wurde schon im 5. Jh. v. Chr. Angewendet und gehört somit zu den ältesten Heilmitteln der Welt. Zur therapeutischen Anwendung nimmt man den medizinischen Blutegel (Hirudo medicinalis). Der Egel besitzt zwei Saugnäpfe. Der hintere dient der Befestigung und im vorderen Saufnapf befinden sich die Mundwerkzeuge.
Der Saugakt dauert im Allgemeinen zwischen 5 - 60 Minuten. Hierbei nimmt der Egel 5 bis 20ml Blut seines Wirtes auf. Hier kommt der Speichel zum Einsatz, der u. a. den Wirkstoff Hirudin, einen Blutverflüssiger, enthält. Außerdem enthält der Speichel mindestens 40 verschiedene Substanzen mit unterschiedlichen Funktionen. Die Hauptinhaltstoffe sind gerinnungshemmend, entzündungshemmend, antibiotisch, durchblutungsfördernd, immunisierend und lymphstrombeschleunigend.
Die Indikationen:
- Hufrehe (am erfolgreichsten innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome)
- HD
- Akute Discopathien
- Spondylosen
- Abszesse
- Arthritis und Arthrose
- Tendinitis und andere Entzündungen
- Ödeme
- Schlecht heilende Wunden
- Prellungen und Quetschungen
- Muskelverhärtungen
- Allgemeine Entgiftung des Körpers
Kontraindikationen:
- Fortgeschrittene Lebererkrankungen
- Anämie (Blutarmut)
- Tumorerkrankungen
- Extreme Allergien
- Ausgeprägte Immun- oder Herz-Kreislauf Schwäche
- Bluter, Diabetes mellitus
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Setzt man Blutegel innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der Symptome einer akuten Erkrankung ein, reicht meistens schon 1 Behandlung.
Bei chron. Erkrankungen muss man mit 3 bis 4 Behandlungen im Abstand von jeweils 4 - 7 Tagen rechnen. Um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen, weise ich darauf hin, dass die Blutegeltherapie wissenschaftlich umstritten ist und von der Lehrmedizin nicht anerkannt wird. |