Kleine Co-Therapeuten in der Naturheilkunde
Beschwerden am Bewegungsapparat führen oft zu Schmerzen, so dass die Lebensqualität eingeschränkt ist. Diese Probleme sind auch bei Tieren häufig zu beobachten. Alternative Therapieverfahren bieten einige Möglichkeiten, dem vierbeinigen Freund bei Beschwerden zu helfen. Ein Verfahren aus der Naturheilkunde ist die Blutegeltherapie. Die Blutegeltherapie ist eine der ältesten Therapien der Welt, die heute sowohl in der Veterinär- als auch in der Humanmedizin erfolgreich eingesetzt wird.
Der Therapeut setzt den medizinischen Blutegel (Hirudo medizinalis) an bestimmte Stellen an und dieser beißt nach kurzem Tasten zu. Der Biss selber ist schmerzarm. Pro Mahlzeit nimmt der Egel ca. 3 - 20 ml Blut auf. Bei dem Biss injiziert der Blutegel mit seinem Speichel unterschiedliche Substanzen aus. Die Hauptinhaltsstoffe sind gerinnungshemmend, entzündungshemmend, antibiotisch, durchblutungsfördernd, immunisierend und lymphbeschleunigend. Am Ende des Saugvorganges fällt der Blutegel vom Patienten ab. Das erwünschte Nachbluten reinigt die Wunde und dauert in der Regel bis zu 12 Stunden.
Die Blutegeltherapie hat nahezu keine Nebenwirkungen. Setzt man Blutegel innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der Symptome einer akuten Erkrankung ein, reicht meistens schon 1 Behandlung. Bei chronischen Beschwerden muss man mit 3 - 4 Therapieeinheiten rechnen.
Folgende Beschwerden können bei Pferden behandelt werden: Hufrehe, Ödeme, Hämatome, akute oder chronische Gelenkserkrankungen, Einschuss, Abszesse, Piephacke, Stollbeule, Spat, Schale, Fesselträgerentzündungen, Gallen, Hufrollenentzündung, Sehnen- und Sehnenscheidenentzündung, Sommerekzem, Mauke, Lymphangitis, schlecht heilende Wunden.
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